Luxemburg +352 20 60 12 44 Deutschland 06581 8199 746

Microsoft 365 sichern: was dazugehört und was oft vergessen wird

Zuletzt aktualisiert: 29. September 2026 · Autor: Redaktion datensichern.info

Kurz gesagt

Sichern Sie Postfächer, OneDrive, SharePoint und Teams mit einer eigenen Lösung. Microsoft sorgt für den Betrieb der Plattform, nicht für die Wiederherstellung Ihrer Inhalte nach Löschung, Kontoübernahme oder Verschlüsselung.

Diese Bereiche gehören dazu

  • Exchange Online: Postfächer, Kalender, Kontakte, auch von ausgeschiedenen Personen.
  • OneDrive: persönliche Ablagen, in denen oft mehr liegt als gedacht.
  • SharePoint: Teamablagen, Intranet-Seiten, Bibliotheken.
  • Teams: Unterhaltungen und Dateien – Dateien liegen in SharePoint, Chats nicht.

Teams-Chats sind der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Sie werden technisch anders gespeichert als Dateien und brauchen in der Sicherung eine eigene Behandlung.

Worauf Sie bei der Auswahl achten

  • Werden alle vier Bereiche abgedeckt, einschließlich Teams-Unterhaltungen?
  • Lässt sich ein einzelnes Element zurückholen, ohne das ganze Postfach zu überschreiben?
  • Wo liegen die Sicherungsdaten, und wer hat darauf Zugriff?
  • Wie lange werden Stände aufbewahrt, und lässt sich das an Ihre Fristen anpassen?

Wie Sie prüfen, ob es läuft

Lassen Sie eine Testdatei in OneDrive anlegen, warten Sie einen Sicherungslauf ab, löschen Sie sie und holen Sie sie aus der Sicherung zurück. Das dauert wenige Minuten und beantwortet die Frage endgültig.

Lizenzen und Aufbewahrung sind kein Backup

Aufbewahrungsrichtlinien in Microsoft 365 verhindern das endgültige Löschen für eine bestimmte Zeit. Sie helfen bei rechtlichen Anforderungen, ersetzen aber keine getrennte Kopie und keine schnelle Wiederherstellung.

Schritt für Schritt

  1. Bestand aufnehmen

    Listen Sie auf, was Sie in Microsoft 365 tatsächlich nutzen: Postfächer, OneDrive, SharePoint-Bibliotheken und Teams.

  2. Lücken benennen

    Prüfen Sie je Bereich, ob es eine eigene Sicherung gibt. Teams-Unterhaltungen werden dabei am häufigsten übersehen.

  3. Aufbewahrungsdauer festlegen

    Legen Sie fest, wie weit Sie zurückgehen können müssen – abgeleitet aus Ihren Aufbewahrungsfristen, nicht aus dem Standardwert der Software.

  4. Sicherung einrichten

    Richten Sie die Sicherung für alle vier Bereiche ein und prüfen Sie, dass auch Postfächer ausgeschiedener Personen erfasst sind.

  5. Rückholung testen

    Legen Sie eine Testdatei an, warten Sie einen Sicherungslauf ab, löschen Sie sie und holen Sie sie zurück. Notieren Sie, wie lange das gedauert hat.

Was Sie jetzt tun können

Machen Sie den Testlauf mit einer Datei in OneDrive und notieren Sie, wie lange das Zurückholen gedauert hat. Diese Zahl brauchen Sie später für Ihren Notfallplan.

Häufige Fragen

Reicht der Aufbewahrungszeitraum von 30 bis 93 Tagen?
Für versehentliches Löschen oft ja. Für Fälle, die erst nach Monaten auffallen – etwa fehlende Postfächer ausgeschiedener Personen – nicht.
Müssen wir auch Postfächer ausgeschiedener Mitarbeitender sichern?
In der Regel ja, wegen der Aufbewahrungsfristen für Geschäftskorrespondenz. Klären Sie den konkreten Umfang mit Ihrem Steuerberater.

Passt dazu

Frage zur Datensicherung?

Schreiben Sie uns. Wenn die Antwort in einen Artikel gehört, schreiben wir ihn – und antworten Ihnen trotzdem.

E-Mail oder Telefon genügt – eines von beiden brauchen wir.

Antwort innerhalb eines Arbeitstags. Kein Newsletter, keine Weitergabe an Dritte.