RPO und RTO einfach erklärt – zwei Zahlen, die alles bestimmen
Zuletzt aktualisiert: 29. September 2026 · Autor: Redaktion datensichern.info
Kurz gesagt
Der RPO sagt, wie viel Arbeit Sie im schlimmsten Fall wiederholen wollen. Der RTO sagt, wie lange ein System ausfallen darf. Legen Sie beide Zahlen fest, bevor Sie über Technik sprechen – sie bestimmen die Lösung.
RPO: wie viel Arbeit darf verloren gehen?
Wenn Sie einmal täglich nachts sichern, kann im schlimmsten Fall ein ganzer Arbeitstag fehlen. Ist das vertretbar? Für ein Archiv vielleicht, für die Auftragsverwaltung meistens nicht.
Der RPO bestimmt den Sicherungstakt. Vier Stunden bedeuten vier Sicherungsläufe am Tag – und entsprechend mehr Speicher.
RTO: wie lange darf es dauern?
Der RTO bestimmt die Technik. Wenn Ihr Warenwirtschaftssystem nach zwei Stunden wieder laufen muss, reicht eine reine Datensicherung nicht; Sie brauchen ein vorbereitetes Ersatzsystem. Dürfen es zwei Tage sein, wird es deutlich einfacher.
So legen Sie die Werte fest
Gehen Sie Ihre Systeme durch und fragen Sie je System zwei Dinge:
- Was passiert konkret, wenn es steht? Wer kann nicht arbeiten, was fällt aus?
- Ab wann wird daraus ein Problem für Kunden, Termine oder Verträge?
Es genügt, drei Klassen zu bilden – etwa "sofort", "am selben Tag", "diese Woche". Ein Wert je Klasse ist besser als eine perfekte Tabelle, die niemand pflegt.
Warum die Zahlen wichtiger sind als das Produkt
Ohne RPO und RTO ist jedes Angebot unvergleichbar. Mit beiden Zahlen wird die Auswahl eine sachliche Entscheidung, und Sie erkennen sofort, ob ein Vorschlag zu Ihnen passt.
Was Sie jetzt tun können
Schreiben Sie für Ihre drei wichtigsten Systeme je eine Zahl für RPO und RTO auf. Diese sechs Werte sind die Grundlage für jedes Gespräch über Datensicherung.