Cloud-Backup in Deutschland: worauf Sie bei der Auswahl achten
Zuletzt aktualisiert: 29. September 2026 · Autor: Redaktion datensichern.info
Kurz gesagt
Achten Sie auf vier Punkte: den tatsächlichen Speicherort, wer die Verschlüsselung kontrolliert, wie lange eine vollständige Wiederherstellung über Ihre Leitung dauert und wie Sie Ihre Daten wieder herausbekommen.
Standort und Vertragspartner
Der Speicherort allein sagt wenig, wenn der Vertragspartner oder die Muttergesellschaft in einem Drittland sitzt. Fragen Sie beides ab und lassen Sie sich das Rechenzentrum konkret benennen.
Verschlüsselung
Klären Sie, wer den Schlüssel hat. Wenn nur Sie ihn haben, kann der Anbieter Ihre Daten nicht lesen – Sie tragen dann aber auch die Verantwortung dafür, dass der Schlüssel nicht verloren geht.
Wiederherstellungszeit
Das ist der am häufigsten unterschätzte Punkt. Rechnen Sie einmal aus, wie lange Ihre Datenmenge über Ihre Internetleitung dauert. Wenn daraus mehrere Tage werden, brauchen Sie zusätzlich eine lokale Kopie für den schnellen Zugriff – oder die Möglichkeit, Daten auf einem Datenträger zu erhalten.
Ausstieg
Fragen Sie vor Vertragsabschluss, wie Sie Ihre Daten am Ende vollständig zurückbekommen und was das kostet. Ein Anbieter, der darauf klar antwortet, ist ein gutes Zeichen.
Kurze Checkliste
- Wo genau stehen die Systeme, und wer ist Vertragspartner?
- Wer kontrolliert die Verschlüsselung?
- Wie lange dauert die vollständige Wiederherstellung – gemessen, nicht geschätzt?
- Wie sieht der Ausstieg aus?
- Gibt es einen regelmäßigen Bericht?
Was Sie jetzt tun können
Rechnen Sie Ihre Datenmenge gegen Ihre Leitungsgeschwindigkeit. Wenn die Wiederherstellung länger dauert als Ihr RTO erlaubt, brauchen Sie zusätzlich eine lokale Kopie.